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    Unsere Vereinsgeschichte      
  Am 15. Mai 1979 trafen sich zehn eisenbahnbegeisterte Allgäuer am Bahnhof Röthenbach und gründeten einen Verein.

 Dieser Verein erhielt den Namen „Westallgäuer Eisenbahnfreunde und Modellbahner e.V.“, und weil das doch etwas lang schien, nannten sie sich in der Folgezeit kurz „WEF“.

Bereits im September des gleichen Jahres gelang der Ankauf eines ausrangierten vierachsigen Postwagens vom Typ Post m – a/26.

Nach dem notwendigen Innenausbau des Wagens ging man an den Bau einer H0-Anlage mit den beachtlichen Maßen von 18x2 Metern. Das Thema indes stand schon lange fest: Röthenbach/Allgäu sollte es sein, denn Röthenbach/Allgäu ist im Grunde ein idealer, auf eine Modelleisenbahn umsetzbarer Bahnhof. Es ist ein „Dorfbahnhof mit Schnellzughalt“!

 

   
 

   

 

Röthenbach liegt an der Fernstrecke München- Kempten- Immenstadt- Lindau zwischen km 113,3 und km 115,0 auf  705 Meter über Meereshöhe in der hügeligen Allgäuer Voralpenlandschaft. Der Bahnhof selber ist ca. 1,5 km vom Ortskern entfernt und liegt auf einem hohen Bahndamm. Dieser Damm war übrigens bei Eröffnung der Strecke 1853 und noch lange danach mit 525m Länge, 53m Höhe und 280m Basisbreite der größte Eisenbahndamm der Welt! Wozu, wird man nun fragen, braucht so ein Dorf eine D-Zug- Station? Von diesem Dorfbahnhof zweigten zwei Nebenbahnen ab (welche leider heute nicht mehr existieren): die 1893 gebaute 6 km lange Strecke nach Weiler im Allgäu und die 1901 eröffnete 12 km lange Linie über Lindenberg nach Scheidegg. Und dank dieser Nebenstrecken halten in Röthenbach auch heute noch D-Züge.

 Mittlerweile hat der WEF 37 Mitglieder der unterschiedlichsten Altersgruppen. Fast jeder besitzt selbst eine Anlage zu Hause, wobei die Spurweiten von Spur Z bis zur LGB reichen.

 1987 wurde ein weiterer Wagen, ein Post 2-a/14,5, erworben und zu einem Vereinsheim, im doppelten Sinn des Wortes „Lokalbahnstüble“ genannt, ausgebaut. Das rege Vereinsleben umfasst unter anderem den „Tag der offenen Tür“, der jährlich an einem Sonntag im November statt findet. An diesem Tag wird dem interessierten Publikum von nah und fern die neuesten Um- und Anbauten auf der Anlage gezeigt.

Längst sind natürlich die Zeiten vorbei, als in Röthenbach noch Hochbetrieb herrschte. Die Allgäustrecke ist verdieselt und fährt mit Neigezugtechnik und Dieselloks der Baureihe 218. Früher fuhren hier stolze Dampflokomotiven der Baureihe G10, die 50er, die ersten 23er, die P 8 und P 10 und allen voran die bayerische S3/6 aus dem Hause Maffei. Die Nebenstrecken nach Weiler und Lindenberg/Scheidegg existieren wie gesagt nicht mehr. Inzwischen dienen die alten Strecken als Fuß- und Fahrradwege.

Die EC’s Bavaria, Schweizerland und Gottfried Keller rauschten in 218 Doppeltraktion am Bahnhof Röthenbach vorbei.

 

   
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